Eiserne Münze in Holz geschnitzt – Game of Thrones

Dies ist ein Beitrag für echte Liebhaber – für Game of Thrones Liebhaber!

Wer die eiserne Münze an einem Braavosi mit den Worten „Valar morghulis“ gibt, wird auf die ehrfürchtige Antwort „Valar dohaeris“ stoßen und eine Freifahrt in die freie Stadt Braavos erhalten.  Ohne Frage ein Symbol für Freiheit – ist es doch die eiserne Münze, die Arya Stark es ermöglicht nach Braavos überzusiedeln, obwohl der Seefahrer sie zunächst selbst für Silber nicht mitnehmen wollte. Hier die Szenen zur Erinnerung:

Copyright © HBO – Game of Thrones

In diesem Beitrag zeige ich euch wie ich  das Symbol der Münze auf Holz aufgetragen habe, mit was ich es ausgesägt  und mit was ich die Buchstaben geschnitzt habe, so dass am Ende dieses Prachtstück entstanden ist:

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1. Das Auftragen des Symbols

Ich habe mir selbst einen Stempel geschnitzt:

 

Einen Beitrag hierzu muss ich noch verfassen. Aber schon einmal vorweg: das Stempelmaterial ist eine Linoleum-Platte. Für gewöhnlich schnitzt man das Stempelmuster dort rein. Ich bin jedoch ungelernt und ungeduldig. Ich habe das Muster mit einem Brandkolben reingebrant. 🙂

Der Stempel wird also einfach in ein Stempelkissen gedrückt und auf das Holz gepresst.

Anschließend ziehe ich die Linien, die nicht genug Tinte abbekommen haben noch einmal mit Bleistift bzw. einem Zirkel nach.

 

2. Das Sägen

Ich säge mit einer Dekupiersäge von Einhell. Ich plane noch einen Beitrag, in dem ich diese näher vorstelle.

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Beim Sägen trage ich immer dünne Handschuhe und eine Schutzbrille *Safety first*

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Dann kann es losgehen mit dem sägen. Gesägt habe ich wieder mit Sägeblättern von Proxon „fein verzahnt“, die ich schon bei der Feentür benutzt hab. Hierzu ist zu sagen, dass sie zu Beginn natürlich noch sehr scharf sind. Gerade bei Spannholz (nennt man das so?), also dieses Bastelholz, welches ich nutzt, was eben mehr einer Spanplatte gleicht, zerberst das Holz sehr leicht. Hier sollte man also nicht mit zu großer Geschwindigkeit beginnen und nicht so viel Druck ausüben. Also nicht einfach durchschieben, sondern nach und nach.

Außerdem habe ich festgestellt, dass es sich leichter sägt, wenn man mit einer gewissen Schräge sägt. Mein Mann könnte das bestimmt physikalisch erklären – aber wer will das schon hören?

Ich empfehle außerdem immer nur zu bestimmten Punkten zu sägen. Zum einen um das Sägeblatt bei zu starker Rundung nicht aus Versehen zu sehr zu strapazieren und weiter, um selbst nicht zu verkrampfen. Ich habe hier zB bei der Hälfte kurz gestoppt:

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3. Das Schleifen

Nach dem Aussägen schleife ich es einmal – insbesondere die Ränder, um keine Splitter zurückzulassen. Hier sollte darauf geachtet werden nur ganz kurz anzusetzen. Ansonsten habt ihr schnell eure runde Münze in ein ovales Etwas verwandelt.

Ich schleife übrigens mit einem Black&Decker Schleifgerät. Mit freundlicher Genehmigung meines Mannes 😀 Den Schleifpapiernachschub hab ich nun aber tatsächlich von meinem Taschengeld bezahlt 😀

Nach dem Schleifen müssen wahrscheinlich immer die Buchstaben noch einmal nachgezogen werden:

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Neben meinem Werkstück seht ihr übrigens die Original-Fan-Sammler Münze, die als Vorlage gedient hat. Allerdings weiche ich bei meinem Werk von dem „a“ ab. Denn auf der Sammlermünze sieht das „a“ wie ein „o“ aus und unterscheidet sich von den „o“s auch nicht, die alle wie ein viereckiger Kasten aussehen.

4. Das Schnitzen

Dann werden die Buchstaben reingeschnitzt. Glücklicherweise muss ich das nicht mit Hand machen. Denn mein Mann (ich habe schon öfters geschrieben, dass er der beste ist – aber hier mal wieder ein Beispiel warum) hat mich einfach so (!!!) mit einem Dremel beschenkt. Einem was? Einem Dremel. Gut, genau genommen ist das hier keiner. Denn Dremel ist eine Firma. Den, welchen ich habe, ist von „Brüder Mannesmann“ und nennt sich „Compact Tool“ / Alleskönner. Aber das trifft es auch. Denn ich habe von meinem Mann nicht nur das Werkzeug, sondern auch ein 200-teiliges Aufsatzset geschenkt bekommen. In einem anderem Beitrag werde ich wohl das auch noch einmal vorstellen 🙂

Für diese Arbeit habe ich nur einen Aufsatz benötigt. Und zwar den schmalsten Diamant-Aufsatz:

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Auch hier empfehle ich immer wieder Pausen zu machen. Vielleicht ist das Original von Dremel wesentlich leichter – das weiß ich nicht. Aber dieses hier liegt sehr schwer in der Hand und wenn ihr damit durchpowert, habt ihr ziemlich sicher, bald eine Sehnenscheidenentzündung.

5. Ösen befestigen

Der nächste Schritt wird euch vielleicht wundern. Was soll das? Wozu die Löcher? Das verrate ich noch nicht 🙂 Aber gucken, dürft ihr trotzdem schon einmal:

Gebohrt habe ich die Löcher mit einem 3er Holzbohrer. Hierbei unbedingt nicht zu viel Druck ausüben. Obwohl ich vorsichtig war, ist das Holz jedes mal gesprungen wie ihr seht. Nicht so dramatisch – ich habe es weggeschliffen und man sieht es nicht mehr. Aber im schlimmsten Fall, würde es durchbrechen bis zum Rand.

 

Wie ihr seht habe ich die Löcher für Ösen vorbereitet und diese auch eingeschlagen. Hierfür gibt es extra eine Zange. Den Rest haue ich aber immer mit einem Hammer rein, weil da bei mir weniger Druckstellen als mit der Zange in dem weichem Holz entstehen.

 

6. Das Beflammen

Nach dem Ösen kommt nun noch ein echter Game of Thrones Look. Denn was könnte besser dazu passen, als Flammeneffekt? Quasi a lá Ygritte „wie vom Feuer geküsst“ oder echtes Drachenfeuer.

Dafür habe ich doch tatsächlich einen Brenner 🙂 Ja, den habe ich mir selbst gekauft. Und nach kurzer Einweisung durch meinen Zaubermann, habe ich ihn auch benutzen können 😀 Ich stelle trotzdem immer Wasser in die Nähe und  mache es nur auf einem Stein. Wohl fühle ich mich nie dabei, muss ich zu geben. Ich bin einfach kein Feuerfreund.

Wenn man so ein Schisser dabei ist, schafft man es vermutlich nicht ein besonders schönes Ergebnis zu erzielen. So wie ich 🙂 Aber auch das ist kein großes Drama, denn man kann danach ja noch etwas feinschleifen 🙂

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7. Das Lackieren

Wenn das passiert ist, ist es endlich Zeit für den Lack. Das Lackieren mit einem Pinsel hat außerdem den Effekt, dass kleine Holzhärchen sich aufrichten. Dadurch wird das Werk nach dem Lackieren wieder rauer sein als jetzt. Schleift man es dann noch mal und lackiert es ein zweites Mal, sollte es ganz glatt sein 🙂

Lackiert habe ich wieder mit Farbe von Toom, diesmal Eiche. Und man sieht, dass die angezeigte Farbe so gar nichts mit dem richtigen Resultat zu tun hat *zum Glück*

Und hier dann also das vorerst Endresultat 🙂

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Kennt ihr Game of Thrones bzw. Das Lied von Eis und Feuer? Seid ihr auch so verrückte Fans wie ich? Was habt ihr schon im Rahmen der Nerdkultur gestaltet? 😀

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