Mütze (Beanie) aus alter Kleidung

Ich gehöre zu jener Art Frauen, die in ihrem Kleiderschrank Kleidung für sieben Frauen, 4 unterschiedliche Größen und sechs Jahreszeiten haben… und trotzdem nichts zum anziehen 🙂 Ich habe sogar ein eigenes „Abteil“ für Kleidung, die ich nicht mehr trage, ich sie aber nicht rausnehmen möchte:

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Doch es gibt halt Kleidungsstücke von denen ich mich nur schwer trennen kann, weil ich zum Beispiel die Farbe, das Muster oder den Stoff einfach unfassbar toll finde. Doch so langsam muss ich mir wohl eingestehen, dass ich in diese Pullunder, die ich mit süßen 16 Jahren zum Ausbildungsbeginn getragen habe, wohl nicht mehr in diesem Leben passen werde 😀

Doch ich habe erst neulich gesehen wie man Kleidung, die man nicht mehr anziehen kann, weiter verwerten kann – nämlich, in dem man eine Beanie bzw. Mütze daraus näht 🙂

Hierzu habe ich erst einmal eine mir passende Mütze genommen und im Vergleich zu dem Stoff gesetzt. Der Stoff ist zb wesentlich strapazierbarer als die gestrickte Mütze. Da ich eine eng anliegende Beanie haben wollte, habe ich also die eine kleinere Abmessung vorgenommen.

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! Tipp ! Um beim Anzeichnen keine Marker auf der schönen Seite des Stoffes zu hinterlassen, dreht den Pullunder auf links und malt es auf der unschönen Seite auf. Ihr könntet aber auch einen Magic-Marker nutzen (die Tinte verschwindet nach ein paar Minuten)

Weil ich bin wie ich bin, habe ich den Tipp nicht berücksichtigt 😀

Vor dem Zeichnen solltet ihr den Stoff ordentlich zusammen stecken, so dass die Stoffe perfekt aufeinander liegen.

Um die Rundungen wirklich rund hinzukriegen, habe ich mit einem Zirkel gearbeitet.

! Tipp ! Ihr könntet den Mützenschnitt natürlich auch anders ansetzen. Allerdings habt ihr bei dieser Variante bereits den Saum für die Stirn durch den Bund des Pullunders.

Würde man die Beanie um die Umrandung zusammen nähen so wie sie oben abgebildet ist, hätte die Mütze keinen „Deckel“.

Daher wird dieser Keil herausgeschnitten:

Als Nahtfahden habe ich das Rot gewählt, dass sich auch in den Karos wieder findet.

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Als nächstes werden die Ränder zusammen genäht. Wirklich nur die Ränder rechts und links – nicht das Dreieck oben! Das kommt später.

Ich habe zunächst mit einem geraden Stich 5 mm entfernt vom Rand auf jeder Seite den Rand genäht. Anschließend habe ich den Rand mit einem Zickzack-Stich umsäumt, so dass nichts aufgeht und der Stoff sich nicht wellt.

Um den Keil bzw. das Dreieck zunähen, wird die Mütze nun einmal auseinander gezogen und einmal anders auf einander gelegt, so dass nicht mehr ein Dreieck zu sehen ist, sondern ein Halbmond.

Dann nur noch die Fähdenenden gut vernähen und fertig ist die Beanie 🙂

Was für Oberteile habt ihr noch im Schrank hängen aus denen ihr eine Mütze zaubern könnt? Oder habt ihr schon einmal ein altes Kleidungsstück recycelt?

Viel Spaß beim Zaubern!

~ Mrs. Tunichtgut ~

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