Trauungsmöglichkeiten

Wie ihr vielleicht schon in anderen Artikeln gelesen habt, hatten wir keine kirchliche Trauung. Dies ist selbstverständlich eine sehr persönliche und sehr individuelle Entscheidung. Um die Gründe mache ich kein Geheimnis: Ich glaube an Gott, brauch dafür aber keine Kirche und wir gehen sonst auch nicht in die Kirche. Nur der Atmosphäre wegen in der Kirche zu heiraten, wollte ich nicht.

Wie gestaltet man also eine freie Trauung? Gibt es freie Redner? Was für eine Zeremonie folgt dann in einer freien Trauung? Hat man dann trotzdem noch den Standesamttermin? Führen auch Standesämter freie oder individuelle Trauung durch?

Fragen über Fragen, denen ich gegenüber stand.

Hier zeige ich euch zunächst einmal die Möglichkeiten auf, die zur Debatte standen.

Unsere Kriterien waren folgende:

  • nicht weiter als 30 min Fahrzeit (Raum Dithmarschen / Nordfriesland)
  • min. 12 Personen sollen Platz finden
  • *was besonderes*

Unsere Möglichkeiten

1. Trauung im Husumer Schloss

Welches typische ‚Mädchen-Mädchen‘ hat denn nicht schon mal davon geträumt in einem Schloss zu heiraten? Im Husumer Schloss im Kreis Nordfriesland kann der Traum war werden.

Der Fortunasaal bietet Platz für 40 Personen und die Kapelle zur kirchliche Trauung bis zu 70 Personen. Bezahlbar sind die Trauungen auch (bis ~ 130 €).

Warum haben wir uns nicht für diese Location entschieden? Wie ihr unten lesen könnt, hat das Argument ‚keine Fahr-/Wartezeit‘ unangefochten überwogen. Darüberhinaus hat mich der Fortunasaal nicht schlussendlich überzeugt. Um den Saal so zu schmücken bzw. in Szene zu setzten wie ich es gerne gehabt hätte, hätte ich unwahrscheinlich viele Blumen aufstellen müssen, was auch wieder ins Geld gegangen wäre. Ich hätte mich jedoch für den Saal entschieden, wenn ich ein kleines Orchester oder ein paar Geigenspieler hätte organisieren können – wie ich es hier beschrieben habe. Das hätte dann wieder sehr gut zusammen gepasst.

2. Trauung im Roten Haubarg

Der rote Haubarg ist ein großes historisches Bauernhaus aus dem 17ten Jahrhundert, das eine tolle und zugleich liebevolle Geschichte hat – passend zur Hochzeit 🙂 Getraut werden kann sich entweder in der kleinen aber schönen rustikalen Hochstube, wo bis zu 25 Platz finden. Mit bis zu 80 Personen kann sich im „urigen Vierkant (Museum)“ getraut werden.

Das Toursmuszentrum Eiderstedt hat weitere Informationen zur Buchung bereit gestellt wie zB die benötigten Kontaktdaten.

Warum haben wir uns nicht für diese schöne L0cation entschieden? Es liegt von uns aus doch sehr außerhalb und der Fahrtweg (für die Spaliersteher) hat uns abgehalten. Schließlich sollte man nicht nur an den Fahrtweg der Gäste denken, sondern auch an die Spaliersteher wie typischerweise Arbeits- oder Sportkollegen. Und wenn man sich darum keine Gedanken macht, muss man sich nicht wundern, wenn niemand nach der Trauung auf einen wartet 😉 Hätten wir näher dran gewohnt, oder auch dort die Feier ausgerichtet, wäre das definitiv eine gute Wahl gewesen.

3. Trauung im Wasserturm

Auch bei einer Trauung im Wasserturm dürften die Herzen vieler Frauen besonders hoch schlagen. Ein märchenhafter Turm an einem kleinen See.

Um in das oben liegende Trauzimmer zu gelangen, fährt man zunächst mit dem Fahrstuhl  in die 8. Ebene, anschließend geht man über eine Wendeltreppe weiter. Es haben insgesamt 24 Personen in dem Zimmer Platz.

Was hat uns hier nicht überzeugt? Mir war ein „Einlaufen“ mit Musik wichtig. Das ist bei dem Eintreten des Fahrstuhls nicht so möglich wie ich es gern gehabt hätte. Aber wem das nicht wichtig ist, wird es mit Sicherheit zauberhaft finden. ♥

 

Unsere Wahl

Was ganz anderes 🙂 Die Idee dazu hatte meine liebe Mama. Ich gebe zu: Ich habe die Idee zunächst unhöflich zerschmettert. Doch ich nehme alle angehende Bräute in Schutz – denn in der Regel machen wir doch die ganze Planung als 1-Woman-show und haben das Gefühl wir würden das alles selbst managen müssen. Und die ganzen „nett gemeinten“ Ratschläge kann man irgendwann nicht mehr hören. So ging es mir zumindest zu diesem Zeitpunkt und konnte daher die Idee nicht wertschätzen, die da war:

„Traut euch doch bei uns!“

Bei uns? Das ist im Dithmarscher Hof in Lunden, der Landgasthof, den meine Eltern betreiben. Ich habe da an den Festsaal oder die Clubräume gedacht. Zum Feiern wunderschön und, aber für eine Trauung? Ich konnte es mir nicht vorstellen.

Erst als mir die Möglichkeiten 1-3 einfach nicht zusagten, überlegte ich wo man draußen, im Garten / im Freien heiraten könnte. Und da dachte ich an den Garten bzw. Biergarten meiner Eltern. Dort steht ein kleines Holzhäuschen mit einer offenen und einer geschlossenen Seite. Ich kann wirklich nicht sagen, warum ich nicht gleich darauf gekommen bin, als meine Mutter es mir vorgeschlagen hatte. Aber nun schien es perfekt und ich sah es schon vor mir:

Doch was würde das Standesamt sagen? Würden sie uns in einem Biergarten trauen? Ist so etwas möglich? Ich hatte es mit niemanden besprochen. Ich hasse es, wenn andere Träume und Ideen gleich zerstören mit negativen Karma – „Realisten“ wie sie sich oft nennen. „Ich will ja nur nicht, dass du dir erst Hoffnungen machst“. Ich hingegen glaube, dass manche Dinge erst mit Hoffnung klappen :-). Also habe ich gleich dort angerufen.

Und ich hatte die unglaublich liebenswürdige Bettina N. vom Amt Eider in Hennstedt am Telefon. Sie ist auch noch die zuständige Standesbeamtin. Und wie es in einer Dorfregion nun mal  so ist, wusste sie auch gleich wer ich bin 🙂

Und schließlich hatten wir mit Bettina die schönste Trauung, die wir uns je hätten vorstellen können. Hier könnt ihr lesen wie diese war 🙂

 

 

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s